Nokia sackt leicht ab

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Weniger Umsatz, aber mehr Gewinn

Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia beschließt das Quartal mit gemischten Gefühlen. Den Gewinn vor Abschreibungen und Sonderposten bezifferte das Unternehmen zwar auf 0,26 Euro je Aktie nach 0,24 Euro im Vorjahreszeitraum.

Allerdings gab das Management den Umsatz mit 8,84 Milliarden Euro an. Analysten hatten weniger Gewinn und 40 Millionen Euro mehr Umsatz erwartet. Nokia selbst hatte bisher mit einem geringeren Gewinn gerechnet.

Für das erste Quartal rechnet Nokia mit einem Proforma-Gewinn von 0,15 bis 0,19 Euro je Anteilsschein nach 0,19 Euro im Vorjahreszeitraum. Das konzernweite Umsatzwachstum werde im ersten Quartal unter den erwarteten Wachstumszahlen der Handy-Sparte liegen, hieß es.

Die Mobilfunksparte soll beim Umsatz um null bis neun Prozent wachsen. Konzernchef Jorma Ollila nannte die Konjunkturschwäche als Grund für den zu erwartenden schwachen Jahresstart. Im zweiten Quartal soll die Nachfrage dann aber anziehen.

Nokia hatte im Dezember vergangenen Jahres seine Umsatzprognose für das Quartal gesenkt, weil die Kunden statt der teuren Handys mit Farbbildschirm lieber die billigen Modelle kauften. Mit einer Produktoffensive hatte das Unternehmen versucht, die Nachfrage nach den teuren Mobiltelefonen anzukurbeln – teuer und vergeblich.

Für das Gesamtjahr 2002 gab Nokia den Gewinn mit 5,4 Milliarden Euro an, was einem Anstieg um drei Prozent gegenüber 2001 entspricht. Zugleich sei der Umsatz um vier Prozent auf 30 Milliarden Euro geschrumpft. Der weltweite Marktanteil beim Handy-Verkauf stieg nach Angaben Ollilas auf 38 Prozent.

Nokia nähert sich damit dem Ziel eines Marktanteil von 40 Prozent. Für 2003 rechnet der Konzern damit, dass der weltweite Handy-Absatz um zehn Prozent steigt.