Britische Mobilfunker: Gebührenhunger gestoppt

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Regulierer will Verbraucher schützen

Die britischen Mobilfunkanbieter müssen ihre Gebühren für Gespräche vom Festnetz in ihre Netze deutlich senken. Die Londoner Aufsichtsbehörde Oftel hat eine Reduzierung um 15 Prozent zur Jahresmitte festgesetzt.

Über die kommenden drei Jahre sind sogar weitere Zwangssenkungen um bis zu 15 Prozent vorgesehen, teilte die Behörde mit. Zur Begründung hieß es, den Verbrauchern würden weit überhöhte Gebühren abverlangt. Allerdings waren die Festnetz-Mobil-Tarife seit 1998 bereits um bis zu 44 Prozent gefallen.

Trotzdem kritisierten Vodafone, Orange, O2 und T-Mobile UK die Entscheidung einhellig. Oftel selbst rechnet mit Umsatzeinbußen von umgerechnet rund 285 Millionen Euro allein in diesem Jahr.

Während Vodafone als Reaktion andere Gebühren erhöhen will, wird O2 seine geplanten UMTS-Dienste später als geplant einführen. Ursprünglich sollte es mit der dritten Mobilfunkgeneration in diesem Jahr losgehen – nun heißt es, vor der zweiten Jahreshälfte 2004 werde es nichts damit.