US-Vorschlag: WiFi schlägt DSL und Breitband-Kabel

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Mehr Daten fürs Landvolk!

In den USA hat das Thema Breitband-Ausbau die hohe Politik erreicht. Die Anbieter sollten ländliche Regionen und kleine Städte besser mit Wireless LANs ausrüsten, anstatt dort DSL und Kabelmodems in jeden Haushalt zu legen. Die beiden Senatoren Barbara Boxer und George Allen haben jetzt einen entsprechenden Gesetzentwurf zum “Jumpstart Broadband Act” eingebracht.

Darin ist ein weiteres Spektrum von 255 MHz im 5-GHz-Band für die WiFi-Nutzung reserviert. Breitband-Zugang müsse jedem offen stehen, so die Begründung im Entwurf. Am weitesten verbreitet ist heute der Industrie-Standard 802.11b. Damit können Radien von rund 100 Metern abgedeckt werden. Die Funkzellen müssten also trotz allem recht dicht stehen.

Der WiFi-Ansatz sei abseits der großen Zentren günstiger und lohne sich deshalb schon mit weit weniger Breitband-Kunden als die anderen Techniken. Die Versorgung mit Breitband-Zugängen sollte dringend vorangetrieben werden, so die beiden Senatoren, weil damit Arbeitsplätze geschaffen, sowie die Produktivität im ländlichen Raum deutlich gesteigert werden könnten. Außerdem erhielten die Menschen einen besseren Zugang zu Aus- und Fortbildungsangeboten.