NTT Docomo sucht “mobilen” Partner

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Vier plus Docomo für Europa?

Das japanische Telefonunternehmen NTT Docomo will nicht alleine in das europäische Mobilfunkgeschäft einsteigen. Der Konzern sieht sich an der Seite eines von vier europäischen Mobilfunkbetreibern, die nach einem Konsolidierungskurs in der Branche übrig bleiben, zitiert die Financial Times Deutschland Docomo-Chef Keiji Tachikawa.

Konkrete Namen sind noch nicht im Gespräch. Eine Verbindung über eine Aktienbeteiligung mit Vodafone, der spanischen Telefonica oder Telecom Italia Mobile (TIM) wäre für Tachikawa eine wünschenswerte Lösung. Beim France-Télécom-Ableger Orange dagegen ist er skeptisch. “Die haben zu viele Schulden.“

Mit einem starken Partner hofft NTT Docomo vor allem, seinen mobilen Internetdienst i-Mode besser verbreiten zu können. Dessen geringe Marktpräsenz nämlich dürfte die Japaner derzeit wenig zum Lächeln bringen.

Tachikawa bewegt sich mit seiner Aussage aber auf dünnem Eis. Ob am Ende nur vier Anbieter den Markt in Europa beherrschen, ist ebenso wenig abzusehen wie eine Antwort auf die Frage, wer das sein wird.

Die Mobilfunktochter-Tochter T-Mobile der Deutschen Telekom als Alternative bleibt beispielsweise gänzlich unerwähnt, obwohl sich die Bonner vor allem in Osteuropa gerade ein weiteres Standbein schaffen, unter anderem durch eine Mehrheitsbeteiligung an der kroatischen Hrvatski Telekom.