Vodafone will kräftig wachsen

EnterpriseMobile

Offenbar ein günstiger Zeitpunkt …

Kurz vor seinem Abschied von der Konzernspitze will Vodafone-Chef Chris Gent offenbar noch mal Gas geben. Ja, es gebe Gespräche mit drei europäischen Mobilfunkern zu einer Übernahme, bestätigte ein Sprecher.

Allerdigns ist Vodafone an allen Dreien bereits beteiligt: An der schwedischen Europolitan halten die Briten 75 Prozent, bei der portugiesischen Telecel sind es 61 und bei Libertel in den Niederlanden sind es sogar 78 Prozent.

An Libertel wäre aber auch Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke interessiert. Er könnte damit seine schwach ausgerüstete niederländische Tochter deutlich aufpeppen.

Nach eigenen Angaben verfolgt Vodafone das Ziel, mit den Zukäufen seine Ergebnissituation zu verbessern. Sollten alle drei Übernahmen klappen, müßten Gent oder sein Nachfolger allerdings bis zu zwei Miliarden Euro in die Hand nehmen. Vodafone ist weit geringer verschuldet als die Deutsche Telekom und hat zudem die entsprechenden Mittel in Bar verfügbar.

Spekulationen über eine Ausweitung der Beteiligungen in Griechenland und Japan erteilte Vodafone eine Absage. Im Dezember waren die Briten mit einer Mehrheitsübernehme bei der französischen Cegetel gescheitert.