MMS windet sich durchs Mobilfunknetz

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War daran nicht schon Quam gescheitert?

Die Einführung des Multimedia Messaging Service (MMS) kommt bei den deutschen Mobilfunkbetreibern nur schleppend voran. Nachdem die beiden großen Carrier, Vodafone und T-Mobile, es inzwischen immerhin geschafft haben, entsprechende Datenpakete zwischen ihren D-Netzen auszutauschen, feiert nun die kleinere O2 eine technische Meisterleistung: Die Kunden können jetzt auch MMS an Vodafone-Kunden versenden – vom E- ins D-Netz.

Alle vier Netzbetreiber erhoffen sich vom Weihnachtsgeschäft zwar ein höheres Interesse an den Endgeräten, mit denen selbst erstellte Bild- und Audio-Daten an andere mobile Endgeräte übertragen werden können. Aber: Die Technik für einen Versand ins Netz von T-Mobile sollen bei O2 “voraussichtlich noch dieses Jahr freigeschaltet” werden, heißt es in einer aktuellen Mitteilung.

So lange müssen sich die Empfänger mit einem Web-Link begnügen, der per SMS ankommt: Auf der Website des Mobilfunkbetreibers sind die Inhalte dann abgelegt. Gleiches gilt für Empfänger, die über kein MMS-fähiges Endgerät verfügen.

Die Mobilfunker wollen mit dem neuen Übertragungsstandard im alten GSM-Netz vor allem wertvolle Erfahrungen für die geplanten Dienste im UMTS-Netz sammeln. Allerdings verharren die Gebühren noch auf hohem Niveau: Abhängig vom Datenvolumen fallen zwischen 0,40 und 1 Euro an. Soll die Nachricht das eigene Netz verlassen, berechnet T-Mobile sogar zwischen 0,60 und 1,30 Euro.