Elefanten-Allianz für Wireless-Boom

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Auch Intel will was reissen

Die drei Schwergewichte IBM, AT&T und Intel haben sich in den USA zusammengetan, um dem drahtlosen Internet zum großen Durchbruch zu verhelfen. Das Joint Venture Cometa Networks soll Hotels, Universitäten und andere große Einrichtungen in den 50 größten Städten des Landes mit Hot Spots versorgen.

Über die finanziellen Hintergründe schweigen sich die drei Partner derzeit nich aus. Während AT&T die Infrastruktur und das notwendige Management liefern soll, will sich IBM auf die Installation der Endgerät vor Ort kümmern sowie um die Back-Office-Systeme. Der Prozessormulti Intel schließlich wird seine Prozessoren vom kommenden Jahr an mit Wireless-Funktionaliäten ausrüsten.

Das werde die Art und Weise völlig verändern, mit der die Anwender das Internet nutzen, sagte Cometa-Chef Lawrence Brilliant bei der Vorstellung des Projekts in San Francisco. Allerdigns drängeln sich schon eine Reihe von anderen Unternehmen um diese Vision. Neben Boingo Wireless, einer Earthlink-Ausgründung, ist auch T-Mobile US mit nennenswerten Wireless-Lan-Aktivitäten vertreten. Verizon Communications hat ein entsprechendes Vorhaben im vergangenen Monat angekündigt.

Sie alle kämpfen allerdings mit zwei großen Problemen: Die Anmeldung am Dienst soll für den Nutzer einfach, die Abrechnung von Gebühren trotzdem möglich sein. Manche Anbieter haben vor dieser Aufgabe kapiuliert und bieten ihren Kunden den Zugang kostenfrei an. Außerdem werden Wireless-Lans noch immer zu schlecht abgesichert. Datenspionage in drahtlosen Netzwerken scheint jedenfalls keine Seltenheit zu sein.