Unterhaltung könnte Mobilfunkanbieter retten

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Umsätze sollen steil nach oben gehen

Die Zukunft der Anbieter mobiler Dienste liegt im Unterhaltungsbereich – davon jedenfalls gehen die Analysten der Management- und Technologieberatung Sapient in einer neuen Untersuchung mit dem Titel “Mobile Entertainment: A New Dimension of Entertainment” aus. Laut der Studie sollen die Content-Umsätze aus mobilen Unterhaltungsdiensten von 820 Millionen Euro im laufenden Jahr auf sage und schreibe 3,8 Milliarden Euro ansteigen.

Vor allem Spiele, Glücksspiele und Lifestyle sehen die Sapient-Experten als vielversprechende Marktsegmente. Musik und Filme sollen hingegen weiterhin nur eine untergeordnete Rolle spielen. Zudem wird in der Untersuchung Kritik an der bisherigen Strategie der Mobilfunkbetreiber laut, die vor allem datenintensive UMTS-Dienste entwickelten. Dabei wurden laut Sapient die Wünsche der Nutzer schlicht übersehen. Nun sei es wichtig, sowohl das Medium als auch die Zielgruppe zu verstehen und die Vorstellungen der User besser zu berücksichtigen.

“Erfolgreiche mobile Unterhaltungsdienste sind bereits heute möglich”, ist Sapient-Deutschlandchef Arndt Rautenberg überzeugt. “Dafür benötigt man nicht zwangsweise UMTS, sondern ein detailliertes Verständnis wesentlicher Nutzungsprofile der Mobiltelefon-Besitzer in Europa.”