Ringelpiez um Cegetel: Vivendi will kaufen

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Mobilfunker wird zum Zockerobjekt

Im Pokerspiel um den französischen Mobilfunkbetreiber Cegetel steigen die Einsätze rasant: Der angeschlagene Mischkonzern Vivendi will nach einem Bericht der Financial Times Deutschland nun doch den 26-Prozent-Anteil an Cegetel kaufen, den die BT Group in London hält. Kaufpreis: 4 Milliarden Euro.

Mit seinem bisherigen Anteil von 44 Prozent käme Vivendi dann auf 70 Prozent an Cegetel. Wie es heißt, ist damit der weltweite Mobilfunk-Marktführer Vodafone vorerst mit seinem Plan gescheitert, Cegetel von insgesamt drei Eigentümern zusammenzukaufen: von Vivendi, BT Group und der US-amerikanischen SBC Communications.

Vodafone hatte für Vivendis Cegetel-Aktien 6,8 Milliarden Euro geboten. Während die Briten das als “angemessen” bezeichneten, verlangte Vivendi einen weiteren Aufschlag von 1,5 Milliarden Euro.

Offenbar ist Vivendi aber nicht wirklich daran interessiert, Cegetel dauerhaft im Konzern zu halten. Die Financial Times zitiert Informanten aus dem unternehmen mit den Worten, Vodafone werde Cegetel auch noch später kaufen – dann zu einem möglicherweise höheren Preis.

Allerdings hat sich die BT Group hier schon ihr Scherflein gesichert. Von einem Wiederverkaufsgewinn erhalten die Briten einen vertraglich vereinbarten Anteil.