Mobilcom lässt UMTS komplett sausen

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10 Milliarden Euro beim Teufel

Die schwer angeschlagene Mobilcom hat ihre Investitionen in UMTS-Lizenz und -Infrastruktur auf einen Schlag abgeschrieben. Das dritte Quartal gleicht bilanztechnisch damit einem Schlachtfeld: Immerhin werden die Verluste von 9,9 Milliarden Euro gleich mit der Schuldenübernahme durch France Télécom verrechnet.

Diesen “Ausgleichsanspruch” an den ehemaligen Partner beziffert Mobilcom auf 7,1 Milliarden Euro. Die Abschreibungen seien notwendig geworden, weil die Finanzierung des UMTS-Aufbaus durch die Franzosen nicht mehr gegeben sei.

Darüber hinaus können die Büdelsdorfer mit durchaus passablen Zahlen aufwarten: Der Konzern-Umsatz liegt den Angaben zufolge im dritten Quartal bei 518,8 Millionen Euro und damit nur knapp unter dem des Vorjahreszeitraums. Dazu habe vor allem der Mobilfunk mit einem Umsatzwachstum von 4,9 Prozent beigetragen, heißt es.

Positiv hätten sich auch die offenbar drastischen Einsparungen bei der Neukundengewinnung ausgewirkt, sowie ein “verbessertes Kostenmanagement”.

Mobilcom verweist derzeit auf 4,9 Millionen Mobilfunkkunden und 7,9 Millionen im Festnetzgeschäft. Dazu zählt das Unternehmen allerdings nicht nur Nutzer der Preselection, sondern auch Call-by-Call und Internet-Service.