Tetra-Mobilfunk strahlt zu stark

EnterpriseMobile

Medizintechnik verträgt sich nicht mit Retter-Funk

Tetra-Mobilfunksysteme bringen medizinische Geräte viel stärker in Fahrt als von GSM-Handys bekannt. Die Erkenntnisse der britischen Medical Devices Agency sind besonders brisant, weil Tetra bereits europaweit von zahlreichen Rettungsdiensten eingesetzt wird. Die Sanitäter und Feuerwehrleute kommen naturgemäß immer wieder sehr nah mit Herzschrittmachern oder Infusionspumpen in Kontakt.

Schuld sei die vergleichsweise hohe Sendeleistung des Tetra-Systems, so eine aktuelle MDA-Studie. Das Mobilfunknetz für Polizei und Rettungsdienste nutzt den Frequenzbereich von 390 bis 400 MHz.

Für Tetra-Geräte sollten deshalb in allen Krankenhäusern strenge Richtlinien gelten, Störungen seien auch noch bei einem Abstand von 3 Metern festgestellt worden, hieß es. Einsatzfahrzeuge mit Tetra-Technik sollten deshalb so weit wie möglich von Intensivstationen abgestellt werden.

Weit weniger kritisch sieht die MDA dagegen Wireless LANs, die mit 2,4 GHz arbeiten. Störungen seien hier selten, weil die Sendeleistung wesentlich geringer sei.