E-Plus verliert Kunden

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… aber auch Schulden

Quartalszahlen einmal anders: Der Mobilfunkanbieter E-Plus, Deutschlands Nummer 3 hinter T-Mobile und Vodafone, verliert immer mehr Kunden. Im dritten Quartal haben nach Unternehmensangaben 60 000 Nutzer ihren Provider verlassen.

Zum dritten Mal in Folge muss E-Plus damit seinen Kundenbestand nach unten korrigieren, auf nun 7,03 Millionen. Vor einem Jahr war es noch rund eine halbe Million mehr.

Damit haben sich die Hoffnungen auf Zuwachs durch den I-Mode-Dienst wohl zerschlagen. Das “farbige WAP” war zur CeBIT im März auf den Markt geworfen worden. Nachdem die Kundenzahl lange wie ein Gralsgeheimnis gehütet wurde, verweist die deutsche KPN-Tochter nun auf “rund 100 000” Kunden.

Damit hätte sich die Zahl der I-Mode-Nutzer aber seit Jahresmitte mehr als vervierfacht. Deren durchschnittlicher Umsatz (Arpu, Average Revenue per User) liege um 6 bis 8 Euro höher als der sonstige Arpu. Und hier reklamiert E-Plus noch immer die Marke von 25 Euro für sich.

Für Hoffnung in der Düsseldorfer E-Plus-Zentrale dürfte die Aussicht sorgen, dass die Mutter KPN Schulden von insgesamt 12,5 Milliarden Euro übernehmen will – aus steuerlichen Gründen. Das E-Plus-Ergebnis dürfte damit in Zukunft wesentlich hübscher aussehen.