Vodafone pokert mit Vivendi um Cegetel

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Franzosen haben noch einen Vorkaufs-Trumpf in der Hinterhand

In der Schlacht um die Kontrolle beim französischen TK-Unternehmen Cegetel will der britische Vodafone-Konzern nicht noch einmal nachlegen. Er werde dem Anteilsinhaber Vivendi keine höhere Summe für den 44-prozentigen Anteil bieten, sagte CEO Chris Gent der Tageszeitung Le Figaro.

“Unser Preis ist fair, das ist der Marktpreis”, so Gent. Geboten sind derzeit 6,77 Milliarden Euro. Allerdings versucht Vivendi vor dem Verkauf seiner Anteile möglicherweise selbst noch eine Mehrheit an Cegetel zu erringen. Denn Vivendi hat ein Vorkaufsrecht für 26 Prozent der Anteile, das bis zum 10. Dezember ausgeübt werden kann.

Vodafone hält derzeit nur 15 Prozent an Cegetel. Gent betonte, er habe keinerlei Absichten, ein Übernahmeangebot für Vivendi abzugeben, um die Cegetel-Anteile in jedem Fall zu bekommen. Darüber war in den vergangenen Tagen intensiver spekuliert worden. Vodafone ist der weltweit größte Mobilfunkanbieter.