Sendo schickt Microsoft in die Wüste

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Punkt für Symbian, Nokia und RIM

Microsoft hat bei seinem Versuch, seine Softwareplattformen auch im Mobilfunk zu etablieren, erneut eine schwere Niederlage eingesteckt. Der britische Handyhersteller Sendo teilte mit, das für Ende des Jahres angekündigte Modell Z100 mit Microsoft-Software werde nicht gefertigt, das Projekt ersatzlos gestrichen. Microsoft hält seit vergangenem Jahr sogar eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen.

Statt dessen will Sendo jetzt mit Nokia zusammenarbeiten. Die Finnen haben auf Basis des Symbian-Betriebssystems eine Plattform entwickelt, die bereits an zahlreiche Konkurrenten lizenziert wurde.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung sei gewesen, dass Nokia den Quellcode seiner Entwicklung offen lege und so weiter reichende Anpassungen an die individuellen Bedürfnisse möglich seien, heißt es bei Sendo. Microsoft habe seine Plattform im Gegensatz dazu nicht geöffnet.

Die Front gegen Microsoft bei den Mobilfunk-Endgeräten scheint immer breiter zu werden. Nokia hat nach Palm und Handspring nämlich bekannt gegeben, dass sie ebenfalls Software des US-Hersteller Research in Motion (RIM) in Lizenz übernehmen werden. Außerdem zeichnet sich damit die weitere Verschmelzung von Handy und PDA ab – eine Entwicklung, in die Microsoft große Hoffnungen gesetzt hatte.