Jülich kauft IBM-Supercomputer

CloudEnterpriseServer

… und stößt Münchens Leibniz-Rechenzentrum vom Thron

Das Höchstleistungs-Bundesrechenzentrum in Jülich, eines von drei Rechenzentren der Top-Liga in Deutschland, hat IBM den Zuschlag für einen neuen Supercomputer gegeben.

Die 5,8 Teraflops starke Maschine soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Sie wird das dreizehnfache der bisher dort installierten Rechner leisten und übertrifft damit auch den bisher schnellsten in Deutschland installierten Konkurrenten, einen Computer von Hitachi am Leibniz-Rechenzentrum in München.

Mit technischen Details hält sich der Hersteller zurück. Bekannt wurde lediglich, dass die Maschine ihre Rechenleistung aus “mehr als tausend” Power-4-Prozessoren beziehen wird. “Die genaue Anzahl wissen wir selbst noch nicht. Festgelegt ist lediglich die abzuliefernde Rechenleistung”, erklärt Supercomputer-Expertin Ulla Thiel von IBM. Auch über den Preis spricht man bei Big Blue nicht gerne – allerdings ließ Thiel durchblicken, dass alleine die Hardware einen zweistelligen Millionenbetrag kosten wird.

Auf dem Rechner sollen Anwendungen aus dem Bereich der “Grand Challenges” laufen, also Physik, Chemie und Biotechnologie. Die Maschine soll ins Unicore-Grid-Netzwerk integriert werden.