Apple-Browser “zu gut” – Microsoft stoppt IE-Entwicklung für Mac

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Alle auf Safari

Der Softwarekonzern Microsoft will keine weiteren Anstrengungen für surfende Mac-Nutzer mehr machen: Die Entwicklung des Internet Explorer von Microsoft für Apple-Betriebssysteme soll bis auf Sicherheits-Werkzeuge und notwendige Nachbesserungen eingestellt werden, hieß es am Freitag in Redmond. Auch als Standalone soll der IE künftig nicht mehr zu haben sein. Der Grund liege darin, dass Apples Web-Browser Safari “inzwischen die bessere Wahl für reine Mac-Nutzer” sei.

Die erst im Januar auf der Macworld Expo vorgestellte Plattform hat inzwischen offenbar die Microsoft-Alternativen zurückgedrängt. Obwohl Safari noch in der Beta-Testphase zum Download bereitsteht und nur auf OSX läuft, hat er schon Aufmerksamkeit wegen seines Tempos und einiger Features erregt. Unternehmenssprecherin Jessica Sommers dazu: “Apple ist in einer besseren Ausgangsposition, einen Browser mit mehr Features für eine reibungslosere Nutzung zu entwickeln, da sie zu den Funktionalitäten in einem Betriebssystem Zugang haben, zu dem Microsoft eben keinen hat.” Genau das werfen Microsoft-Kritiker dem Konzern selbst seit langem vor.

Als so genannter “Third-Party-Programmer” in die Weiterentwicklung zu investieren mache für die Redmonder keinen Sinn. Einen Rückzug aus dem Mac-Bereich mit allen Konsequenzen gebe es allerdings aus Sicht von Sommers nicht. Kleinere Upgrades des Browsers, der übrigens 95 Prozent des weltweiten Borwser-Marktes bestimmt, gebe es in Form der IE-Version 5.2.3. Es gilt als ausgemacht, dass Microsoft einen nachvollziehbaren Weg geht, da die Marktmacht des IE nicht durch die Apple-Nutzer wesentlich angegriffen wird. Diese machen derzeit nach Reuters etwa 5 Prozent aller Computernutzer aus.