Der “King of Chips” räumt mächtig ab

CloudEnterpriseServer

Ein starkes 4. Quartal für Intel

Mit einem Umsatz von 7,16 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2002 konnte Intel die skeptischen Analysten gestern doch recht positiv überraschen. Die Prognosen der Fachleute lagen bei 6,9 Milliarden Dollar. Intel übertraf die Zahlen des Vorjahresquartals um ganze 10 Prozent. Im Vergleich zum vierten Quartal 2001 verzeichnete der Konzern 3 Prozent mehr Umsatz.

Die Bruttogewinnmarge betrug 51,6 Prozent des Umsatzes und liegt bei 1,05 Milliarden Dollar im Gegensatz zu 504 Millionen Dollar, also ziemlich genau der Hälfte, im vorigen Quartal. Das ist ein Anstieg von 60 Prozent zum dritten Quartal 2002 und sogar 129 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Jedoch bleiben die Marktbeobachter auch für das kommende Quartal skeptisch: Ein Umsatzminus von bis zu 7 Prozent sei durchaus realistisch, glaubt Douglas Lee von der Banc of America. Der Konzern selbst rechnet im ersten Quartal mit einem Umsatz von 6,5 bis 7 Milliarden Dollar.

Wie Craig R. Barrett, Präsident und CEO von Intel verkündete, plant der Konzern eine weitere Ausgabenkürzung für Aus- und Neubau von Anlagen. Die Kosten betrugen 4,7 Milliarden Dollar im Jahr 2002 und sollen jetzt auf 3,5 bis 3,9 Milliarden Dollar gesenkt werden – ein großer Schlag für die gesamte Chipbranche, denn der kalifornische Halbleiterproduzent ist weltweit der größte Kunde.

Außerdem möchte sich das Unternehmen im kommenden Jahr mehr auf die größeren Silizium-Wafer und kleinere Strukturbreiten konzentrieren, da die Märkte für Netz- und Wireless-Chips in der heutigen Wirtschaftslage vielversprechender sind, als es der für PC-Prozessoren ist. Vor allem den kleineren Unternehmen in der Branche steht zwangsläufig ein großer Konkurrenzkampf im Jahr 2003 bevor.