HP-Zahlen begeistern

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Differenzierter Blick ist unmöglich

Carleton Fiorina, Chefin des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP), musste ihre aufmunternden Worte auf der Herbst-Comdex nicht zurücknehmen. Was HP betrifft, hat sie zumindest im letzten Quartal mit dem Verweis auf einen Aufschwung recht behalten. Das Unternehmen meldete für den am 31. Oktober beendeten Dreimonatsabschnitt einen Umsatz von 18,05 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Sie hatten lediglich mit 17,3 Milliarden Dollar gerechnet. Die Aktie legte nachbörslich deutlich zu.

Der Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ist aber problematisch, da die Fusion mit Compaq erst im Mai dieses Jahres vollzogen wurde. Zusammengerechnet wären die beiden Konzerne im Vorjahresquartal auf einen Umsatz von 18,17 Milliarden Dollar gekommen, teilte HP mit. Allerdings wird die Rechnung zusätzlich durch unterschiedliche Verläufe der Geschäftsjahre bei Compaq und Hewlett-Packard erschwert. HP alleine hatte im Schlussquartal des vergangenen Jahres einen Umsatz von 10,88 Milliarden Dollar.

Auch beim Gewinn übertraf der Computerkonzern die Erwartungen. Er meldete ein Proforma-Ergebnis pro Aktie von 0,24 Dollar. Am Markt war mit 0,22 Dollar gerechnet worden. Der Reingewinn betrug 390 Millionen Dollar oder 0,13 Dollar pro Aktie. Compaq und HP zusammen hätten ein Jahr zuvor noch einen Verlust von 505 Millionen Dollar gemacht. Hewlett-Packard allein hatte einen Gewinn von 97 Millionen Dollar ausgewiesen.

Die HP-Aktie stieg nachbörslich unmittelbar nach Vorlage der Zahlen um mehr als fünf Prozent auf knapp 18 Dollar.