IBMs Webshpere geht innige Verbindung mit Siemens Hipath ein

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“Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft”

IBM hat in dem Siemens-Bereich ICN einen neuen strategischen Partner für seine Middleware Websphere gefunden: Die beiden Unternehmen wollen die Kombination aus Websphere und den Hipath-Kommunikationsprodukten mit weiteren Enabling-Techniken aus dem Hause IBM verbinden.

Damit stellt das Duo Softwareanbietern und Systemintegratoren eine Technologieplattform für die Entwicklung von Unified-Messaging-Lösungen zur Verfügung. Auf Basis des Websphere Voice Servers und Lotus Notes lassen sich damit etwa intelligente Lösungen für Call Center oder die sprachgesteuerte Kommunikation mit Softwaresystemen generell entwickeln.

“Der Websphere Voice Server erkennt, interpretiert und verarbeitet Sprache. Damit lassen sich Spracheingaben weiterleiten, zum Beispiel an SAP-Applikationen”, konkretisiert Klaus-Peter Fett, für die Kooperation mit Siemens zuständiger IBM-Manager, eine der vielen Möglichkeiten der Technik. “Oder ein Call-Center kann aufgrund der Spracheingabe einen Anruf automatisch an den jeweils passenden Experten weiterleiten”. Siemens hat dafür auch gleich ein neues Schlagwort kreiert: Skill based Rounting nennen das die Experten.

Bei den Anwendern seien solche Lösungen mit hoher Wahrscheinlichkeit gefragt, sekundiert Yeoung-Cho Ip, Fetts Gegenpart bei Siemens. Die Triebfeder für den Kunden sei dabei nicht nur ein schneller ROI – das werde als selbstverständlich vorausgesetzt. “Anwender benötigten heute Effizienzsteigerungen, und dafür eigne sich die Kombination aus Voice-over-IP-Kommunikation und Workflow-orientierten Anwendungen wie Lotus Notes. “Ich glaube, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft”, gerät Ip ins Schwärmen. Die IBM-Techniken passten hervorragend zu den Konvergenzlösungen von Siemens. Beispielsweise habe IBM das in Hipath enthaltene Softwaretelefon “Simplyphone” mit dem Chat-Werkzeug Sametime von Lotus kombiniert.

Die Siemens-IBM-Kombi hat allerdings noch kein fertiges Produkt zu bieten, lediglich einige Showcase-Applikationen zum Vorführen. Die Aufgabe, aus den Basistechniken betriebswirtschaftliche Applikationen maßzuschneidern, fällt jetzt unabhängigen Softwarehäusern zu. “Die ersten werden vermutlich aus dem Bereich Unified Messaging kommen”, vermutet Fett.