HP beweist Hassliebe zu EMC

CloudEnterpriseServer

Sie schlugen sich, vertrugen sich, schlugen sich, …

Fast ist man versucht, den beiden Inkonsequenz vorzuwerfen: Die beiden Storage-Hersteller EMC und Hewlett-Packard (HP) haben im Bereich der Speicher-Software sowohl Kooperationen miteinander, wie auch Patentrechtsklagen gegeneinander laufen. Im Abstand von nur zwei Monaten unterzeichneten die Speicher-Sektion von HP und der EMC-Konzern einen Vertrag über die gemeinsame Nutzung von APIs. Um ganz andere Programmierschnittstellen im Speicherumfeld ging es aber kürzlich, als zunächst HP EMC, dann EMC HP wegen unrechtmäßiger Nutzung verklagte.

Während die Unternehmen verschiedentlich und auffallend laut betonen, dass beide Handlungsweisen sich gegenseitig nicht in die Quere kämen und vollkommen getrennt liefen, untersuchte der US-Branchendienst Search Storage die Wirkung auf die Kunden. Mit erstaunlichem Ergebnis: Ein Drittel der befragten IT-Profis vom Systemadministrator bis zum CIO sagten, es sei ihnen egal, wer in welchem Verfahren die Oberhand behalte – Patentrechtsklagen wie die der beiden Konzerne beträfen ihre Kaufentscheidung nicht.

Wegen der diffizilen Verästelung, die Programmierschnittstellen so komplex machen, kommt es immer wieder zu Patentrechtsklagen von IT-Konzernen. Auch die grundsätzliche Patentierbarkeit von Software wird immer wieder zum Politikum im Wettbewerb. EMC-Unternehmenssprecher in den USA führen hierzu an, dass Konsolidierungs- und Übernahmebewegungen die Frage nach dem geistigen Eigentum an Programmzeilen nicht einfacher machten.