Fujitsu Siemens startet neuen Angriff auf Mainframe-Bastion

CloudEnterpriseServer

Es tut sich was im Unix-Markt

Direkt ins Herz des Mainframe-Markts zielt Fujitsu Siemens mit seinen neuen Enterprise-Servern. Mit verbesserter Verfügbarkeit und erweiterten Möglichkeiten zum Partitionieren der Rechnerkapazitäten dürfte für IBM ein ernstzunehmender Konkurrent in den Ring steigen.

Der japanisch-deutsche Rechnerhersteller hat drei neue Modelle präsentiert, die allesamt zu Sun-Plattformen binärkompatibel sind. Die Modelle Primepower 900, 1500 und 2500 laufen unter Suns Unix-Betriebssystem Solaris und sind mit 64-Bit-Prozessoren der neuesten Sparc-Generation bestückt.

Nicht eben zurückhaltend beschreibt der Konzern die Eigenschaften der Maschinen: Sie vereinigten die Verfügbarkeit von Großrechnern mit der Leistung von Vektorrechnern und der Vorzüge einer offenen Unix-Plattform, tönt es aus der Firmenzentrale in München-Neuperlach.

Das Trio deckt ein breites Leistungsspektrum ab. Je nach Modell arbeiten darin zwischen 4 und 128 Prozessoren parallel. Die Ressourcen lassen sich auf Hardwareebene partitionieren, bei den beiden größeren Modellen sogar während des laufenden Betriebs. Die Hot-Plug-Fähigkeiten wurden verbessert, Eigenschaften wie Registerdatensicherung oder Automatic Instruction Retry heben die Verfügbarkeit nach Ansicht des Herstellers vollends auf Mainframe-Niveau.

Das setzt sich bei den Massenspeichern fort. Eine Kooperation zwischen Fujitsu Siemens und EMC erschließt die Automated Network Storage von EMC für Primepower-Anwender.

Fujitsu Siemens gedenkt, die Kisten vom Format einer Tiefkühltruhe im Markt für Serverkonsolidierung, für E-Commerce und für unternehmenskritische Anwendungen anzubieten. Die größeren Ausführungen sollen ihre Leistung auch in Data-Warehouse-Projekten und bei Application Service Providern (ASPs) unter Beweis stellen.