AMD schockt mit Umsatzwarnung

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Der PC-Markt kommt einfach nicht in die Gänge

Der weltweit zweitgrößte Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat die Börsen am Donnerstag mit einer Umsatz- und Ergebniswarnung für das gerade beendete dritte Quartal schockiert. Der Hauptkonkurrent des Marktführers Intel rechnet für den Dreimonatsabschnitt mit einem “erheblichen operativen Verlust” und einem Umsatz deutlich unter den Erwartungen. Die AMD-Aktie verlor in New York nach der Ankündigung mehr als ein Viertel, die Nachricht belastete Technologiewerte weltweit.

Das AMD-Papier schloss am Donnerstag in New York mit einem Abschlag von 32,4 Prozent auf 3,63 Dollar. Gründe für das schlechte Quartalsergebnis seien die schwache Nachfrage auf dem PC-Markt sowie ein verstärkter Abbau von Chip-Lagerbeständen gewesen, hatte das Unternehmen am Mittwochabend nach Börsenschluss mitgeteilt. Deshalb werde in dem am 29. September beendeten dritten Quartal nur ein Umsatz von 500 Millionen Dollar (508 Mio Euro) erwartet. Zuvor war AMD davon ausgegangen, den Umsatz des Vorquartals von 600 Millionen Dollar leicht zu übertreffen.

Für das vierte Quartal werde mit einer saisonbedingten Verbesserung der Nachfrage gerechnet, sagte Finanzchef Robert J. Rivet. Das PC-Geschäft zieht traditionell zu Weihnachten an.

Rivale Intel hatte in dem seit Jahren andauernden Konkurrenzkampf zuletzt den Preiskampf bei PC-Chips weiter vorangetrieben. Marktexperten verweisen auch auf den Intel-Marktvorsprung bei Hochleistungschips. Weltweit belastete der AMD-Ausblick die Aktien von Halbleiterkonzernen.

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