Standardisierung der Linuxer kommt voran – mühsam

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Andere Distribution – und die Datenbank-Abfrage wird zum Roulette

Vier Linux-Distributoren haben für ihre Produkte den Segen der Free Standards Group (FSG) erhalten. Die Software-Pakete Red Hat 8, Suse 8.1, Open Linux 3.1.1 der SCO Group sowie die Mandrakesoft 9 ProSuite erhielten das Zertifikat der Linux Standards Base (LSB). Damit ist die Linux-Industrie einen entscheidenden Schritt weiter, um das Betriebssystem neben Servern in Zukunft auch in anderen Bereichen der Unternehmens-IT einsetzen zu können.

Die Anstrengungen der FSG sind motiviert durch die negativen Erfahrungen mit Unix: Hier waren die Schwierigkeiten mit der Zeit immer größer geworden, weil sich die verschiedenen Versionen immer weiter voneinander entfernten und die Kompatibilität keineswegs mehr gesichert werden konnte.

Allerdings warnen Analysten und Vertreter der Distributoren, dass es bei weitem nicht ausreiche sicherzustellen, dass Applikationen auf den unterschiedlichen Linux-Plattformen funktionieren. Datenbank-Anwendungen beispielsweise würden sehr viel tiefer in das OS hineinreichen – Bereiche, die von der LSB momentan noch gar nicht abgedeckt würden.

Derzeit laufen die Arbeiten an einem weiteren Standardisierungsprogramm, das eigentlich banale Dinge wie Sprach-Versionen, Datums-Formate, Papier-Formate und die Regeln der Textverarbeitung auf einen gemeinsamen Nenner bringen soll.