IT-Krise zieht Silicon Valley in Mitleidenschaft

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CPU Software korrigiert Umsatzprognose nach unten

Den Managern amerikanischer Hightech-Unternehmen bricht angesichts der anhaltenden Krise allmählich der Angstschweiß aus: Die Investitionsschwäche könne die Innovationsfähigkeit und Produktivität der gesamten US-Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen, fürchten Führungskräfte einem Bericht der Dow Jones Business News zufolge.

Speziell in der IT-Branche sei die Innovation bereits akut bedroht, heißt es. Die 30 wichtigsten IT-Unternehmen des Silicon Valley hätten ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung in diesem Jahr bereits um 5 Prozent auf nunmehr 11,9 Milliarden Dollar gesenkt. Das ist das erste Mal seit 1960, dass diese Ausgaben keinen Zuwachs erleben.

Noch alarmierender ist der Rückgang des investierten Risikokapitals – nach Angaben von Pricewaterhouse-Coopers ist hier nämlich ein Einbruch um satte 50 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar zu verzeichnen. Daraus ergebe sich die Frage, ob das Hightech-Tal südlich von San Francisco seinen Spitzenplatz in der Welt verteidigen könne.

“Das Silicon Valley wird nie wieder so sein wie es war”, zitiert das Blatt Oracle-Chef Larry Ellison. “Wer glaubt, es handele sich nur um einen der üblichen zyklischen konjunkturellen Abschwünge, ist nicht ganz bei Trost. Diese Leute sehen nicht, was sich vor ihren Augen abspielt. Unsere Industrie erreicht das Reifestadium – und damit geht die Innovationsrate automatisch zurück”.

Dem Bericht zufolge haben 16 von 30 untersuchten Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungs-Ausgaben zurückgefahren, darunter Sun Microsystems, Cisco und die ehemalige HP-Messgerätesparte Agilent. Allerdings haben auch zehn Unternehmen ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung erhöht – darunter solche Giganten wie Intel und der Halbleiterausrüster Applied Materials.