10-GBit-LAN: Intel rennt sich selbst hinterher

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Chiphersteller will TK-Ausrüstern zeigen, was ‘ne Harke ist

Mit dem sogenannten XPAK-Transceiver TXN 17201/9 Multimode setzt der Chiphersteller Intel seine Versuche fort, den 10-GBit-Standard möglichst schnell in Unternehmensumgebungen durchzusetzen. Der optische Transceiver soll in Unternehmensnetzen den Datenverkehr steuern und verwalten. Er ergänze die bereits in vielen Datenzentren eingesetzten 10-GBit-Lösungen, sagt Executive Vice President Sean Maloney.

Für die maximale Reichweite von 65 Metern ausgelegt soll das “demnächst verfügbare” Single-Mode-Produkt dann Server, Storage-Hardware und Desktops im 10-GBit-Bereich verbinden. Der Transceiver folgt Intels Anfang des Jahres angekündigten Ethernet-LAN-Verbindungen, die in die Hauptplatine von Rechnern eingebaut sein sollen. Weitere Produkte, die ein komplett von Intel und seinen OEMs ausgestattetes Netzwerk möglich machen, sollen folgen.

Folgen müssen diesem Wurf der Chipriesen auch die TK-Ausrüster Nortel, Lucent und Alcatel, um nur die Größten zu nennen. Ihnen fehlt noch die Akzeptanz für optische 10-GBit-Transceiver im aktiven Carrier-Dauereinsatz. Zugute halten muss man ihnen aber, dass einerseits die TK-Branche ein hartes Jahr hatte und andererseits die Größenordnungen dort doch ganz andere sind als im Unternehmensnetzwerk.