Intel steckt mit dem Itanium 2 fest

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Negative Stimmung verbreitet sich

Intel wird mit seinem Itanium 2 im hart umkämpften Servermarkt auf absehbare Zeit hinter seinen eigenen Erwartungen zurückbleiben. Gartner-Analyst Jeff Hewitt rechnet für das Jahr 2007 mit einem Itanium-Umsatz von weltweit 4 Milliarden Dollar.

Währenddessen sollten die Konkurrenten immer noch einen weit größeren Anteil vom Kuchen einheimsen können, meint Hewitt. Suns Ultrasparc käme demnach auf etwa 6,6 Milliarden Dollar, IBMs Power-Prozessor auf 8,6 Milliarden.

Als der Itanium 2 noch unter seinem viel versprechenden Entwicklungsnamen McKinley lief, hatte Intel immer wieder betont, die Enttäuschungen aus der ersten Itanium-Baureihe damit zu überwinden. Jetzt heißt es aus dem Konzern, wer Anerkennung und Akzeptanz erwerben wolle, der müsse sich eben auf einen langwierigen Prozess einstellen.

Hinzu kommt aber, dass selbst Mitentwickler und Großabnehmer Hewlett-Packard offenbar doch so sehr in seine Fusions-Falstricke verwickelt ist, dass für eine ausgereifte Itanium-2-Strategie kaum Zeit bleibt. Und auch Dell, einer der bisher dankbarsten Intel-Kunden in allen Segmenten, hat sich noch nicht auf den Itanium 2 einschwören lassen.