Chipentwicklung: Toshiba will Heiligen Gral gefunden haben

CloudEnterpriseServer

Komplex und langsam” heißt die Devise

Mit sogenannten Systemchips will die Prozessor-Entwicklungsabteilung des japanischen Technikkonzerns Toshiba den Markt erobern. Die komplexen, speziell modifizierten Chips sollen den Herstellern aus dem Tief helfen.

Wie dies von statten gehen soll, erklärt Katsuji Fujita, der Abteilungsleiter für Systemchips bei Toshiba: “Dieses Geschäftsfeld verhält sich völlig anders als das für Speicherchips – dort kann man mit großen Investitionen schnell vorankommen.” Anders sei es bei den neuartigen Prozessoren. Es dauere ungleich länger, eine solide Basis aufzubauen, um die Geschäftsziele zu erreichen – aber der Mehraufwand sei in der jetzigen Krise die einzige Lösung, weil sie mittel- und langfristig nachgefragt würden. Allein 1,7 Milliarden Dollar hat die Entwicklung von Systemchips bislang verschlungen, das geben die Unternehmenszahlen preis. Das sei aber erst der Anfang, so Fujita.

Die neuen Chipkategorien kommen vor allem in technischen Gebrauchsgegenständen wie Autos, Fernsehgeräten und Kopierern zum Einsatz und waren bislang eine Domäne der Tokioter. Allerdings holen Rivalen wie der koreanische Konzern Samsung inzwischen auf. Auch sie hätten im laufenden Jahr diesen Markt als Hoffnungsträger entdeckt, meldet Reuters. Hier hat man bislang sogar 3,3 Milliarden Dollar in die Systemchips gesteckt.