Dell-Handhelds kommen frühesten im Sommer 2003

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Der PC-Hersteller schmiedet auch Storage-Pläne

Der Computergigant Dell sucht neue Betätigungsfelder – und will nun Handhelds unter der eigenen Marke auf den Markt bringen. Mitte des kommenden Jahres soll es soweit sein.

Bereits zuvor hatte die Nummer zwei unter den PC-Herstellern angekündigt, sich dieses Marktsegment erschließen zu wollen. Experten hatten damit gerechnet, dass der Start in diesem Jahr erfolgen werde, damit Dell noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen könne.

Nun kündigte Chief Operating Officer Kevin Rollins an, dass der Markteintritt erst in einigen Quartalen geplant sei. Er fügte hinzu, dass der Verkauf von Personal Digital Assistants (PDAs) nur “einen kleinen Teil” des Dell-Geschäfts ausmachen werde.

Der PDA-Markt hat, wie die gesamte IT-Branche, Einbußen zu verzeichnen. Wie das Marktforschungsunternehmen IDC mitteilt, sind im zweiten Quartal dieses Jahres 9,3 Prozent weniger Taschencomputer verkauft worden als im Vorjahreszeitraum.

Der Marktführer in diesem Segment ist nach wie vor Palm. Das Unternehmen setzte knapp 900 000 PDAs ab – das sind fünf Prozent weniger als im Vergleich zum zweiten Quartal 2001. Auf Rang zwei ist durch die Fusion mit Compaq nun Hewlett-Packard (HP) platziert. Der Computer-Hersteller verkaufte im Frühjahr dieses Jahres 431 000 Geräte. Das sind 32,8 Prozent weniger als HP und Compaq vorher zusammen verkauft haben.

Durch die Ankündigung, neben Fremdprodukten auch Drucker und PDAs mit Dell-Label zu verkaufen, hatte sich das PC-Unternehmen Kritik von seinen Geschäftspartnern zugezogen. Vor allem der zukünftige Konkurrent HP reagierte heftig. Dell darf nun keine HP-Drucker mehr veräußern.

Doch Dell versucht, sich auch noch in anderen Markt-Segmenten zu emanzipieren. So plant der texanische Hersteller, eigene Speicher-Maschinen zu bauen. Bislang vermarktet das Unternehmen aus Austin die Storage-Computer von EMC.