Pentium 4 am Pranger: Verbraucher sehen sich getäuscht

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Schadenersatz wegen schlechter Leistung gefordert

In den USA sehen sich die Firmen Intel, Gateway und Hewlett-Packard einer Klage wegen falscher Werbeversprechen ausgesetzt. Insgesamt fünf Bürger haben gemeinsam Klage eingereicht, weil der Pentium 4-Prozessor in ihren PCs ihrer Meinung nach schlechtere Leistung abliefert als ein Pentium III.

Auch einem Athlon-Prozessor des Intel-Konkurrenten AMD sei der Pentium 4 unterlegen, so die Argumentation der beauftragten Rechtsanwaltskanzlei. Die Öffentlichkeit sei von den drei Herstellern wissentlich in die Irre geführt worden, heißt es.

Über die mögliche Schadenersatzforderung sind noch keine Aussagen gemacht worden. Das kalifornische Recht, das in diesem Fall zur Anwendung käme, sieht jedoch eine Entschädigung von bis zu 75 000 Dollar vor.

Weltweit wurde der Pentium 4 in rund 50 Millionen PCs verbaut. Das Gericht im US-Bundesstaat Illinois , bei dem die Klage eingegangen ist, muss jetzt entscheiden, ob ein möglicher Prozess nicht sogar vor einem Bundesgericht stattfinden muss. Denkbar wäre dann eine Massenklage von mehreren tausend Verbrauchern.