Dell sucht Präsenz im Fachhandel

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Mit No-Name-Modellen in den Billigsektor

Dell Computer scheint über seinen Schatten zu springen: Der zweitgrößte PC-Hersteller weltweit will offenbar eine spezielle No-Name-Produktlinie für den Verkauf über den Einzelhandel kreieren. Bisher hatte Dell seinen Erfolg gerade damit begründet, als Direktvermarkter nicht auf den Handel angewiesen zu sein.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge will Dell damit einen neuen Markt erschließen: Der Verkauf von No-Name-Rechnern macht in den USA rund 30 Prozent des Umsatzes mit PCs aus. In Deutschland dürfte diese Zahl wegen der starken Zersplitterung des PC-Markts sogar noch höher liegen.

Reuters zitiert Dell-Manager Frank Muehleman mit einer Zielvorgabe für diesen Markt: 380 Millionen Dollar Umsatz wolle man binnen Jahresfrist mit den Billigrechnern erzielen. Mittelfristig könne man das Geschäftsmodell auch auf Server und Notebooks ausdehnen.

Die deutsche Dell-Dependance zeigte sich völlig überrascht. Offenbar wusste man dort noch nichts von den Plänen aus dem US-Hauptquartier. “Das würde einen radikalen Kurswechsel bedeuten”, wunderte sich eine Sprecherin.