Chipbranche: Absatz steigt, Umsätze sinken

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Mehr Chips für weniger Geld

Die weltweiten Chipumsätze sinken. Wegen kontinuierlich fallender Preise hat der US-Marktforscher IC Insights seine Wachstumsprognose für die weltweiten Erlöse aus dem Chip-Absatz in diesem Jahr nach unten revidiert. Die Analysten waren ursprünglich von einem Umsatzwachstum von 15 Prozent ausgegangen, jetzt sehen sie nur noch 13 Prozent.

Damit gehen die Marktforscher nun für das Gesamtjahr 2003 von weltweiten Chip-Umsätzen in einer Höhe von 136,4 Milliarden Dollar aus. An mangelnder Nachfrage liegt dieser Umsatzrückgang jedoch nicht, denn die Zahl der von den Herstellern in diesem Jahr ausgelieferten Chips steigt sogar um vier Prozent auf 90,3 Milliarden Stück.
Was die Branche stark belastet sei dagegen der massive Preisdruck, teilte IC Insights mit. Der durchschnittliche Preis pro Chip sei seit dem Jahr 2000 um 26 Prozent gesunken. Derzeit ist ein Chip bereits ab 1,51 Dollar zu haben. Für das Jahr 2004 erwartet IC Insights jedoch wieder einen Anstieg der Chip-Preise um sieben Prozent und einen Verkauf von mehr als 100 Milliarden Chips. Von den fallenden Chip-Preisen profitieren aber wieder andere Branchen, so dass sich das Bild nicht für den IT-Gesamtmarkt so schwarz malen lässt.