IBM umarmt AMDs Opteron

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Aufatmen im 64-Bit-Lager

Der Prozessorhersteller AMD hat von IBM einen lang ersehnten Zuspruch bekommen: Big Blue wird in der zweiten Jahreshälfte einen Zwei-Wege-Server auf Basis des 64-Bit-Opteron auf den Markt bringen.

Den Rack-Server stellte IBM auf der Cluster-World-Konferenz im amerikanischen San Jose vor. Während Intels Itanium als direkter Konkurrent zu den eigenen Power-Prozessoren gilt, hat der Opteron bei IBM wohl eher den Status der kleinen, ungefährlichen Alternative.

AMD dürfte die Vorstellung besonders freuen, weil die Nachricht von weiter schrumpfenden Umsätzen damit ein wenig in den Hintergrund gedrängt wird. Die Verkäufe hätten im Juni nicht wie erwartet angezogen, heißt es.

Die Unterstützung von IBM sind auch deshalb wichtig, weil von Hewlett-Packard keinerlei Opteron-Engagement zu erwarten ist. HP hat stark in Intels Itanium investiert.

Und auch in IBMs Linux-Strategie scheint sich der Opteron gut einzufügen. Während es vom deutschen Distributor Suse schon eine Opteron-Version des Linux Enterprise Server gibt, plant Redhat eine angepasste Distribution für den Herbst.