Klammheimlich setzt Palm seine Angestellten vor die Tür

CloudEnterpriseServer

Weiterer Stellenabbau geplant

Palm hat knapp 20 Prozent seiner Stellen mit sofortiger Wirkung gestrichen. Das hat der kalifornische Handheld-Konzern nun bestätigt. Auf Grund der miserablen Marktsituation musste die Firma etwa 200 Angestellte entlassen. Somit bleiben dem Unternehmen noch 900 Mitarbeiter in der Hardware-Sparte, in der Palm Solution Group und seinem Betriebssystem-Zweigunternehmen PalmSource.

Mehr als die Hälfte der Betroffenen wurde bereits informiert, hieß es. Sie verließen das Unternehmen am vergangenem Donnerstag. Sie sollen in den nächsten drei Monaten eine Übergangszahlung erhalten, berichtete Palm-Sprecherin Marlene Somsak.

Palm plane anlässlich der schlechten Situation die Zweigstelle PalmSource in der ersten Hälfte diesen Jahres auszugliedern und als Einzelfirma zu verkaufen. Weitere Kündigungen sind also geplant.

Nach Angaben der Marktforschungsgruppe Gartner Dataquest, hat die Handheld-Industrie im Jahr 2002 einen massiven Einbruch erlitten: Die Lieferungen stürzten, im Vergleich zum Jahr 2001 um neun Prozent auf 12,1 Millionen Stück. Dem entgegen steht die Prognose von MDR Instat von dieser Woche: Hier rechnet man mit einem Wachstum. Zwar werde der Konkurrenzkampf durch immer intelligentere Handys zunehmend härter, trotzdem gebe es auch in den kommenden Jahren gute Wachstumschancen für den PDA-Markt. Bis zum Jahr 2007 soll dies sich bei knapp 20 Prozent im Jahr eingependelt haben.