Grid-Computing: Jetzt dürfen die Gamer ran

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Playstation-Besitzer dürfen sich freuen

Während für die meisten potenziellen Industrieanwender Grid-Computing eine Zukunftsvision ist, rückt es für passionierte Online-Gamer in greifbarer Nähe. Butterfly.net, von IBM gestützter Betreiber von Grid-Netzwerken, wird künftig Sonys PlayStation 2 unterstützen, berichtet Reuters.

Grid-Computing ist ein Konzept, nach dem Computer-Ressourcen innerhalb eines riesigen Netzwerks von Hochleistungsrechnern nach Bedarf abgerufen werden können. Das Konzept ist zwar Teil der “On-Demand”-Strategie von IBM, um Anwendern aus der Industrie auf sie zugeschnittene, flexibel konfigurierte Applikationen zur Verfügung zu stellen; eignet sich aber von der Grundidee her auch hervorragend für Online-Spiele.

Was also lag näher, als dass Sony den Entwicklern von Spielen für seine PS2-Konsole Unterstützung in Form von Tools und Software anbietet, um Spiele auf das Netzwerk von Butterfly.net zu portieren. Das Abkommen könnte Sony den entscheidenden Push für ihre Online-Spiele-Aktivitäten verleihen. Von den bis dato 50 Millionen verkauften PS2-Geräten sind lediglich 400 000 mit Netzwerk-Adaptern bestückt.

Nach Angaben von Butterfly.net sind neun verschiedene Spiele auf dem Grid momentan in der Testphase. Die ersten Spiele sollen im zweiten Quartal nächsten Jahres zur Verfügung stehen.