Suns Chip-Roadmap: Heute ist morgen schon gestern

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Nummer 5 lebt ab 2005

Mit “Throughput Computing” will der Netzwerkriese Sun eine neue Chip-Ära einleiten. Daran schließt sich die Roadmap für Sparc-Prozessoren an, demzufolge die Chips den Datendurchsatz um den Faktor 30 beschleunigen. Keine schlechten Aussichten also, die der Sun-Vize und Technikchef Greg Papadopoulos auf der hauseigenen Analystenkonferenz aufzeigte.

Die Durchsatz-Strategie basiert auf CMT, der Technologie des Chip- Multithreadings. Während traditionelle Prozessoren lediglich einen Thread bearbeiten können, schaffen CPUs mit CMT viele Instruktionen simultan. Die Applikationen laufen schnell auf weniger verteilten Systemen und das Unternehmen spart Kosten für weitere Halbleiter. Ein fundamentales Standbein für den Preis-Performance-Gedanken im Bereich Network Computing, heißt es.

Wie schnell alles schneller werden soll, verdeutlichen auch die Zukunftspläne für die Sparc-CPUs. Die Modelle Ultrasparc IV und V sind in der Mache. Nummer IV soll noch in diesem Jahr kommen, eine abgespeckte Variante für Lowend-Server wie die Thin-Blades ist für 2004 vorgesehen.

Ultrasparc V soll ab 2005 auslieferbar sein mit einer Leistungsstärke, die fünfmal höher ist, als heutige Prozessoren und mit einem 15-mal höheren Datendurchsatz. Die Steigerung fußt auf einem neuen Chip-Design – das Ergebnis der Akquisition von Afara. Das Unternehmen fertigt Sparc-basierte Mikroprozessor-Technik, die Sun künftig in ihren CPUs einsetzen will. Nach 2005 prophezeit Sun eine 30-fache Durchsatzrate.

silicon meint: Sun bleibt seiner Linie treu und setzt weiterhin auf die eigene Chip-Technologie und eigene Server. Das lohnt sich möglicherweise. Der Hersteller darf allerdings die anderen nicht aus den Augen verlieren. Sowohl die Chips als auch das Betriebssystem haben mit Intel beziehungsweise Windows und Linux harte Konkurrenz.