Infineon investiert weiter in Taiwan

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Goldgrube in Asien

Nach seiner Trennung vom deutsch-taiwanesischen Jointventure Promos plant der weltweit viertgrößte Chip-Hersteller Infineon in ein neues Chipproduktionswerk im Niedriglohnland Taiwan zu investieren. Der Geschäftsführer der Infineon Technologies AG, Ulrich Schuhmacher, befindet sich zur Zeit vor Ort um mit Regierungsbeamten über neue Investitionen auf der Insel zu sprechen – das hat nun eine taiwanesische Infineon Sprecherin bestätigt.

Bereits im vergangenen Jahr unterzeichnete das deutsche Unternehmen eine Vereinbarung mit Nanya aus Taiwan. Die neue Produktionsstelle sollte Infineon weltweit 20 Prozent Zuwachs an Marktanteilen sichern. Schuhmacher wolle sich am Mittwoch mit dem Wirtschaftsminister Lin Yi-Fu treffen, um ihn um Unterstützung bei seinen weiteren Investitionsplänen zu bitten. Zusätzlich traf Infineon Vereinbarungen mit Taiwans Windbond Electonics, um Speicherchips von dem Unternehmen zu importieren.

Infineon hatte die Aktionärsvereinbarung mit Promos im Oktober 2002 mit der Begründung, der Partner habe Verträge gebrochen, fristlos gekündigt. Der Chiphersteller Promos war ein Gemeinschaftsunternehmen von Infineon und Mosel Vitelic und hatte außer den Mutterunternehmen neue Partner und dadurch mehr Unabhängigkeit gefordert, was Infineon nicht akzeptieren wollte. Noch hält Infineon formal knapp 30 Prozent an Promos, will sich aber von der Beteiligung trennen.