EITO flüstert: Totenstille im Westen Europas

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– ist der Markt ausgewachsen?

Der europäische Markt steckt in einem tiefen Sumpf – das haben die Experten der EITO (European Information Technology Observatory) im Voraus verraten. Am kommenden Donnerstag wird die Zusammenfassung der alljährlichen Befragung der europäischen Informations- und Kommunikationstechnologie-Industrie von EITO mit fundierten Marktanalysen und Statistiken herausgegeben.

Das Jahr 2002 war ein schwarzes Jahr für die Branche: Wachstumsprognosen von 4-5 Prozent mussten weltweit revidiert werden. In Europa wurden sie auf ein Minimum von 0,2 Prozent korrigiert. Damit sanken auch die Aussichten für das Wachstum im laufenden Jahr. Es wird hier eine Steigerung von 2,5 Prozent erwartet. Die Prognosen für 2004 liegen bei plus 4 Prozent – das ist immer noch ein gewaltiger Abstieg verglichen mit den 90er Jahren.

An die 66 Prozent der EU-Bürger sollen im Jahr 2006 einen Internetanschluss haben, im Jahr 2002 waren es erst 44 Prozent. Die High-Speed-Breitband-Zugänge sollen sich sogar mehr als vervierfachen. Schlechter sehe es dagegen für die USA aus: Düstere Wachstums-Aussichten von 1,1 Prozent im Jahr 2003 und 2,6 Prozent für 2004 verkündeten die Experten.

Die Informations- und Kommunikations-Branche wurde vor allem durch Verluste im Verkauf von Computer-Hardware und Telekom- Ausrüstung schwer getroffen. Nur die Dienstleister blieben verschont: Der Umsatz im Service steigt stetig um bis zu 5 Prozent jährlich. Zur Zeit verzeichnen Daten-Dienste in West Europa etwa genauso viel Kommunikationsverkehr wie die Sprachtelefonie.