Infineon verbrüdert sich mit Saifun

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Infineon will in fremden Gewässern aufwärts schiffen

Die Münchner Infineon hat die Gründung eines Joint-Venture mit der israelischen Saifun Semiconductors angekündigt. Einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge werde Infineon 70 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in Dresden halten und 20 Millionen Euro investieren.

Infineon wolle mit Hilfe von Saifun in die Massenherstellung von Flash-Speichern einsteigen. Damit betritt Infineon zumindest teilweise Neuland. Bisher produzierte das Unternehmen Flash-Chips nur als Bestandteil von Chip-Karten und nicht als eigenständige Produkte.

Peter Kücher, der das Gemeinschaftsunternehmen als CEO leiten soll, erklärte, der Konzern erschließe sich durch die Zusammenarbeit mit Saifun einen Wachstumsmarkt. “Wir wollen weltweit zumindest die Nummer drei werden.”

Die Volumenproduktion der ersten Daten-Flash-Chips soll bereits in der zweiten Jahreshälfte im Dresdner Werk starten. Damit sollen 40 neue Arbeitsplätze in Dresden entstehen. Zurzeit hat der weltweite Markt für Flash-Chips ein Volumen von 8 Milliarden Euro. Marktforscher prognostizierten bis 2006 ein jährliches Wachstum von 10 Prozent.