Harte Maßregeln: Strafzölle sollen Hynix-Chips vom Markt kegeln

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Eins zu Null für Infineon

Die EU-Kommission will Strafzölle gegen den koreanischen Chip-Hersteller Hynix verhängen. Einer Klage von Infineon zufolge hat Hynix mit Hilfe von staatlichen Subventionen in Milliardenhöhe Speicherchips weit unter den Herstellungskosten angeboten und somit den Wettbewerb behindert. Experten rechnen mit einem Strafzoll von 30 Prozent auf alle Hynix-Produkte.

Infineon-Chef Ulrich Schumacher hatte die staatlichen Hilfen für Hynix in den vergangenen Monaten mehrmals scharf kritisiert: “Das macht der gesamten Industrie das Leben schwer.”

Die gesamte Branche leide seit Monaten unter ihrer Überproduktion, sodass fast alle Hersteller Verluste einfahren. Zuletzt hatten die staatlichen koreanischen Banken Hynix eine Finanzspritze von 4 Milliarden Euro verpasst, um das Unternehmen vor einem drohenden Konkurs zu bewahren.