Intel feiert den Aufbruch

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CEO Barret verfolgt Sicherheitsarchitektur

Zu Beginn des Intel Developer Forums in San Jose hat sich der Chef des weltweit führenden Halbleiterherstellers optimistisch gezeigt. “Die Nachfrage nach fortschrittlichen Technologien ist so stark wie immer”, so der Tenor von Craig Barret in seiner Eröffnungsrede.

“Die vergangenen zwei Jahre haben deutlicher als je zuvor gezeigt, dass sich Innovation und Technologie auch während einer Wirtschaftsflaute weiterentwickeln. Regierungen und Firmen weltweit sehen technologische Infrastrukturen als entscheidend für ihre langfristige Konkurrenzfähigkeit an.”

Zwei Schwerpunkte lassen sich auf dem Frühjahrs-IDF ausmachen, nämlich Telekommunikation und Computing. Hier sieht Barret eine fotschreitende Konvergenz, die sich Intel zunutze machen wolle. Der PXA 800 F, bisher bekannt als ‘Manitoba’, ist erst vor kurzem vorgestellt worden, zur CeBIT in zwei Wochen wird der Pentium-M erwartet. Unter dem Codenamen ‘Banias’ hat Intel den ersten Laptop-Prozessor entwickelt, der quasi ein eigenes Chassis hat und keine Abwandlung einer Desktop-CPU ist. Die weitere Roadmap wird voraussichtlich schon in San Jose erläutert.

Große Aufmerksamkeit ist auch Hewlett-Packard sicher, die ihren Chipsatz sx1000 für den Itanium 2 vorstellen wollen. Intel versucht also mit Nachdruck, der 64-Bit-CPU zur Marktakzeptanz zu verhelfen.

In seiner Rede vor 4000 Entwicklern, Ingenieuren und Technologie-Experten kündigte Barrett außerdem an, zwei Milliarden Dollar in Intels Produktionsstätte ‘Fab 12’ in Arizona zu investieren. Sie ist dann Intels weltweit fünfter Produktionsstandort für 300-Millimeter-Wafer. Nicht nur die größeren Scheiben, auch der geringere Verschnitt sollen dafür sorgen, dass die Chip-Ausbeute um den Faktor 2,4 steigen kann.

Trotz der höheren Effizienz soll der Ausstoß der Anlage nicht gesteigert werden. Die neue Fertigung wird mit 65 Nanometer-Technologie starten und soll voraussichtlich in gut zweieinhalb Jahren, Ende 2005, die Produktion aufnehmen.

Intel kann derzeit offenbar mit großer Gelassenheit investieren, weil die Einnahmen aus dem Geschäft mit Prozessoren bei weitem nicht so stark eingebrochen sind wie bei der Konkurrenz. Craig Barret hat deshalb auch die Muße, auf die besonderen Herausforderungen der Chipentwicklung hinzuweisen: Sicherheits-Lösungen und Software, die nahtlos auf unterschiedlichen Geräten arbeiten könne, zählt er zu den anstehenden Aufgaben. Und schließlich: Intel sollte leichter zu bedienende Produkte entwickeln, meint Barret.