Rekordverluste bei Phillips

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Konzernchef nimmt die Zügel selbst in die Hand

Auf Grund von hohen Abschreibungen und Sonderzahlungen muss der Elektronikkonzern Philips einen unerwartet großen Nettoverlust von 3,2 Milliarden Euro für den Jahresabschlussbericht 2002 melden. Im Vorjahr verzeichnete das Unternehmen auch schon ein Minus von 2,5 Milliarden Euro. Der Umsatz verringerte sich auf knapp 32 Milliarden Euro. Rund 2 Prozent weniger als im Jahr 2001.

Das mit Abstand schlechteste Ergebnis lieferte die Halbleitersparte mit einem Verlust von rund 540 Millionen Euro. Um dessen Sanierung umzusetzen, hat Konzernchef Gerard Kleisterlee jetzt die direkte Kontrolle über die angeschlagene Chipsparte übernommen.

Bereits seit zwei Jahren bekämpft Philips die schwachen Konjunktur mit Sparmaßnahmen: Personalabbau und Verkäufe von Tochterunternehmen sollen dem negativen Trend entgegenwirken. Auch für das laufende Jahr kündigte Kleisterlee die Fortsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen an. Nach ersten Hinweisen auf kommende Erfolge, soll der Rekordverlust der letzte in der Reihe von roten Zahlen sein.