Urheberrechtsabgabe macht PCs teurer

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Bitkom will sich wehren

Im Streit um Urheberrechtsabgaben auf Personal-Computer (PC) hat die Schiedsstelle des Europäischen Patentamts jetzt einen Einigungsvorschlag zugunsten der Verwertungsgesellschaften (VGs) vorgelegt: Für alle in Deutschland verkaufen PCs soll künftig eine Abgabe von 12 Euro fällig werden. Schon seit Monaten streiten die VGs mit der IT-Industrie um eine Urheberrechtsabgabe.

Gema, VG Wort oder VG Bild verlangen im Namen der Urheber Gebühren für kopierfähige Geräte wie Kassettenrekorder, Kopierer und neuerdings auch für Scanner und CD-Rekorder. Weil man aber auch PCs zur Vervielfältigung von Texten oder Bildern nutzen kann, fordern die VGs auch hierfür eine Abgabe. Ursprünglich waren 30 Euro je Gerät im Gespräch.

Die Pauschale würde sich auf 70 Millionen Euro summieren. Da die Gewinnmargen in der PC-Branche aber ohnehin immer knapper werden, müsste die Gebühr komplett an den Endverbraucher weitergegeben werden. Die Hersteller befürchten, die Kunden könnten ins Ausland abwandern.

Da die IT-Industrie bereits Urheberrechtsgebühren für Scanner, CD-Brenner, CD-Rohlinge und bald auch für Drucker zahlen soll, empfinden die in Bitkom organisierten Hersteller die Abgabe für PCs als schlichtweg ungerecht: “PCs können nur im Zusammenspiel mit anderen Geräten zur Vervielfältigung genutzt werden. Da kann man wohl kaum für mehrere Module Vergütungen verlangen”, argumentiert Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder.