AMD schiebt 64-Bit-Athlon

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Zwischendurch ein neuer in Normalausführung gefällig?

Der Intel-Verfolger AMD hat die Einführung seiner 64-Bit Athlon-CPU noch einmal verschoben. Ein genauer Termin steht nach Unternehmensangaben auch jetzt nicht fest, sicher sei jedoch, dass “Anfang des zweiten Quartals 2003” nicht zu halten sei. Man habe einige Entwicklungsprobleme unterschätzt, heißt es.

Während AMD mit dem Athlon 64 den PC-Markt adressieren will, soll der Opteron – sowohl 32- als auch 64-Bit-fähig – im Server und der Workstation ein Zuhause finden. Der Opteron-Start im April sei denn auch nicht infrage gestellt, heißt es bei dem US-Hersteller.

Außerdem ist es seit kurzem AMDs erklärtes Ziel, zuerst den Unternehmensmarkt in Angriff zu nehmen, dann erst den Markt für PCs der Endanwender. Allerdings zeigen sich auch immer mehr Analysten enttäuscht darüber, dass beispielsweise von Microsoft keinerlei Regung für 64-Bit zu sehen sei.

Linux-Distributoren wie Suse haben bereits angekündigt, ihre Betriebssystem-Plattform an AMDs 64-Bit-Architektur anzupassen – auch für die Client. Über die Distributoren-Allianz United Linux könnte Suse seine Portierungsergebnisse leicht anderen regionalen oder spezialisierten Distributoren zur Verfügung stellen.

In der Zwischenzeit hat AMD seinen 32-Bit-Athlon noch ein bisschen aufpoliert: Zu haben ist jetzt ein MP 2600+ mit – nach eigenen Angaben – 2,1 GHz. Knapp 50 PC-Hersteller und Integratoren sollen sich bereits mit dem neuen Athlon angefreundet haben.