HP präsentiert: Die Alpha-Schlussvorstellung

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Wer will da noch migrieren?

Auf seiner Ensa-Hausmesse (Enterprise Network Storage Architecture) in Amsterdam hat der HP-Konzern eine neue Familie von Alpha-Servern vorgestellt. Es wird die letzte Runderneuerung sein, bevor Hewlett-Packard-Chefin (HP) Carly Fiorina den Kraftakt unternimmt, die Anwenderbasis auf Intels Itanium-Plattform zu migrieren.

Die Modelle ES47, ES80 und GS1280 hätten wesentliche Verbesserungen bei Leistungsfähigkeit, Verlässlichkeit und Skalierbarkeit zu bieten, hieß es in Amsterdam. Die Performance könne sich beispielsweise bei True64-Unix-Systemen im Vergleich zu den direkten Vorläufermodellen glatt verdoppeln, auf Basis des Open-VMS-Betriebssystems sei mit einer Steigerung um 100 oder gar 200 Prozent zu rechnen. Weiteres Highlight: Die Maschinen skalieren auf maximal 32 Prozessoren.

Grundlage der Weiterentwicklung ist die neue Version des Alpha-Prozessors, EV7 genannt. Die CPU soll Applikationen beschleunigen, weil sie “intelligent warten” kann. Und das sieht so aus: Zunächst wartet sie ab, bis die benötigten Daten aus dem Speicher in den Level-2-Cache transportiert sind. Dann wartet die EV7 auch noch, bis das Futter auf dem Cache tatsächlich im Prozessor angekommen ist. Außerdem soll die Cache-Kohärenz verbessert werden, weil die einzelnen CPUs darauf achten sollen, bis der Datenaustausch untereinander abgeschlossen ist.

Die ES47 gibt es im Tower- oder im Rack-Aufbau. Die Zwei-Wege-Maschine kann dann mit dem Unix True64 in der Version V5.1B bestückt werden, mit Open-VMS V7.3-1 oder aber mit Linux.

Die ES80 kommt in der kleinsten Ausführung mit zwei Prozessoren daher, kann aber bis auf acht aufgeblasen werden. Der GS1280 Alpha-Server schließlich ist derzeit mit acht und 16 CPUs lieferbar. Eine 32-Wege-Ausführung kommt laut Plan im Sommer. Mit 64 Prozessoren ist der größte Alpha-Server dann voraussichtlich Ende 2004 zu haben.