Hauen und Stechen in der Halbleiter-Liga

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Infineon wettert gegen Hynix

In der Halbleiterbranche herrscht Aufregung wegen der Finanzhilfen für den südkoreanischen Hersteller Hynix. In der vergangenen Woche hatten mehrere Gläubiger des angeschlagenen Unternehmens die Verbindlichkeiten in Hynix-Aktien getauscht und damit eine Zahlungsunfähigkeit abgewendet.

Immerhin geht es um 1,6 Milliarden Dollar. Unter den Geldgebern ist auch die Deutsche Bank.

Hynix-Konkurrent Infineon kritisiert das Manöver nun aber in ungewohnt scharfer Form. Damit würde der “bislang schon unfaire Wettbewerb fortgesetzt” hieß es in München. Außerdem werde der Halbleitermarkt insgesamt verzerrt. Die Hersteller kämpfen derzeit mit hohen Überkapazitäten ihrer Produktionsanlagen.

Gegen Hynix ermittelt die Europäische Kommission allerdings schon wegen Dumping-Vorwürfen. Möglicherweise würden die Finanzhilfen in diese Untersuchungen nun mit einbezogen, meinen Beobachter. Hynix droht für Einfuhren in die EU ein Sonderzoll, sollten diese Vorwürfe bestätigt werden.