Chipmarkt: Hynix wehrt sich gegen US-Handelsbarrieren

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Machtblöcke formieren sich

Was mit Europa der “Stahlkrieg”, scheint mit Asien eine Art “Halbleiterkrieg” zu sein. Der Hersteller Hynix wehrt sich derzeit heftig gegen Versuche der US-Regierung, die Importe koreanischer Halbleiter durch Handelstarife zu beschränken. An dem Vorwurf, die Einfuhren koreanischer Chips würden wegen niedrigeren Preisen durch dort subventionierte Produktion die heimische Halbleiter-Wirtschaft zugrunde richten, sei nichts dran.

Zuvor hatten die USA durch ihre Handelskammer verlauten lassen, Importtarife könnten das “Ende einer Reihe von Ereignissen” sein, die die günstigeren Chips stoppen sollen. Micron Technologies hatte zuvor bei der Handelskammer Anzeige erstattet wegen des Verdachts auf subventionierte koreanische DRAMs.

Das Hynix-Management hat sich umgehend zu den Vorwürfen geäußert. CEO Sang Park fürchtet die kommenden Untersuchungen auf diplomatisch-glattem Handelsparkett nicht: “Wenn sich die Handelskammer die Zeit nehmen will, alle relevanten Fakten genau zu untersuchen, dann muss sie nach unserer Ansicht geradezu zu dem Schluss kommen, dass Micron den Schaden für die amerikanische DRAM-Industrie wegen angeblich subventionierter Halbleiter aus Korea nicht belegen kann.”