IBM verabschiedet sich von Infiniband-Chipproduktion

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Programm wurde wegen mangelnder Nachfrage gestoppt

Die Mikroelektronik-Abteilung von IBM will nicht länger an der Produktion von Infiniband-Chips arbeiten. Die Nachfrage sei zu gering, erklärte Unternehmenssprecher Bill O’Leary. Damit ist IBM der dritte Konzern, der sich im laufenden Jahr von der Infiniband-Chipproduktion verabschiedet: Zuvor hatten bereits Microsoft und Intel bekannt gegeben, ihre diesbezüglichen Programme zu stoppen.

Infiniband soll die Datenübertragungsrate zwischen Servern, Storage und anderen vernetzten Geräten auf bis zu 30 GBit/s erhöhen und gilt auch bei IBM nach wie vor als zukunftsweisend. Man wolle die Technologie auf jeden Fall weiterhin unterstützen, so O’Leary: “Wir werden Infiniband zumindest in Chips verwenden, die auch andere Funktionen erfüllen.”

Trotzdem ist die Entscheidung des Konzerns ein herber Rückschlag für Infiniband. Zahlreiche Startups hatten auf die IBM-Infiniband-Chips gehofft – sie müssen sich nun einen anderen Zulieferer suchen.