Transistorenentwicklung: IBM legt Forschungslatte höher

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Eine Miniaturisierung jagt die andere

Forscher des Computerherstellers IBM haben den weltweit kleinsten arbeitsfähigen Transistor gebaut. Damit seien die Grenzen der Entwicklung von Silizium-Bausteinen erneut verschoben worden, teilte Big Blue in New York mit.

Der Transistor ist nach IBM-Angaben sechs Nanometer lang, rund 20 000 Mal dünner als ein menschliches Haar und etwa zehn Mal kleiner als Transistoren, die heute zum Einsatz kommen. Erst vor vier Wochen hatte das Unternehmen den weltweit schnellsten Silizium-Transistor vorgestellt.

“Mit einem arbeitenden Transistor in diesen Dimensionen können wir künftig hundert Mal mehr Transistoren als bisher auf einen Computer-Chip aufbringen”, sagte Randy Isaac, Forschungs-Vizepräsident bei IBM. Transistoren sind elektronische Schalter, die millionenfach auf fingernagelgroßen Chips für Computer, Handys und andere elektronische Geräte eingesetzt werden.

Die Mini-Transistoren sollen künftig den Bau immer kleinerer Computer und anderer elektronischer Geräte ermöglichen. Seit geraumer Zeit suchen Forscher nach Möglichkeiten der Miniaturisierung, stoßen aber immer wieder an “physikalische Grenzen” wie Wärmeentwicklung oder Materialdichte.

Bei den jüngsten Erfolgen haben die IBM-Forscher das Grundmaterial Silizium auf eine Dicke von vier bis acht Nanometer gebracht – ein Nanometer ist der Milliardste Teil eines Meters.