Gateway läßt PCs Überstunden machen

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Verteiltes Computing, aus der Not geboren

Der PC-Hersteller Gateway steigt ins Geschäft mit vermieteter Rechnerleistung ein. Zumindest will das Unternehmen die 8000 PCs, die durchschnittlich in seinen 270 Filialen stehen, intelligenter nutzen.

Gemeinsam mit dem Start-up United Devices, einem Spezialisten für verteiltes Computing, hat Gateway den Dienst entwickelt und in den vergangenen Monaten mit einem Pharmaforschungsunternehmen getestet. Die Kunden, vornehmlich in der Gesundheitsforschung und im Finanzsektor, könnten ab sofort stundenweise Rechenleistung abrufen, teilte Gateway mit. Rund 14 Teraflops sollen zu Verfügung stehen.

Ein Preis steht nach Angaben von Gateway auch schon fest: Wer eine Stunde remote auf einen PC zugreifen will, soll 15 US-Cent berechnet bekommen.

Gateway wurde bisher von Analysten immer wieder kritisiert, der aufwändige Verkauf über Ladengeschäfte in den USA verschlinge zu viel Kosten und mache das gesamte Unternehmen unprofitabel. Darauf will Gateway nun mit der Nutzung seiner Aussstellungsstücke reagieren.

Insgesamt sei eine Entwicklung zur Vermietung von Rechenleistung zu beobachten, meinen Branchenbeobachter. Allerdings war die Abrechnung bisher problematisch – Tausende PC-Nutzer stellen ihre Maschinen bisher schon dem Projekt Seti@home unentgeltlich zur Verfügung, weil damit die Suche nach extraterrestrischem Leben unterstützt wird.