Intels Craig Barrett warnt vor Euphorie

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2003 wird kein Aufschwung kommen, meint der Guru

Während sich bei anderen Halbleiter-Unternehmen vorsichtiger Optimismus für das kommende Jahr breit macht, bleibt Intel CEO Craig Barret weiterhin vorsichtig. “Es gibt eine Menge gute Gründe, um an einen Aufschwung der IT-Industrie zu glauben. Aber die meisten Prognosen für 2003 speisen sich mehr auf Hoffnung als auf handfeste Zahlen”, warnte Barret auf einem Technologie-Symposium der Credit Suisse First Boston.

Das kommende Jahr werde sicher nicht das Jahr der Erholung für die Halbleiter-Branche sein. Allerdings, so Barrett, werde der asiatische Wirtschaftsraum immer wichtiger. Wenn Intel seine Umsätze in Zukunft steigern werde, dann vor allem in Indien und China.

Der Vertrieb in diesen aufstrebenden Regionen müsse allerdigns ganz anders organisiert werden, so Barrett. Denn während in den USA rund ein Viertel aller PCs von No-Name-Firmen zusammengeschraubt werden, liegt deren Anteil in China heute schon bei 50 Prozent. Und weil die großen PC-Hersteller sich hier offenbar schwer tun, wettbewerbsfähig zu sein, müßte auch Intel stärker auf Vertriebspartner vor Ort setzen, um die Hersteller der “white boxes” zu versorgen.